Sanierung Martinskirche Neckargröningen
Remseck-Neckargröningen
Renovierung Schiff und Chor (Putz- / Natursteinfassade, Dachdeckung)
Die Martinskirche zu Neckargröningen wird erstmals 1275 erwähnt. Ihr Namenspatron verweist jedoch zurück auf die Zeit der fränkischen Karolinger. Tatsächlich konnten Reste eines hölzernen Vorgängerbaues aus dieser Zeit, nachgewiesen werden. Die mit der Entstehungszeit ihres Langhauses (Kirchenschiff als einfacher Saalbau, spätromanischer Ursprung) um 1050 bis in die Romanik zurückreichende älteste aller Remsecker Kirchen, hat über einen Zeitraum von 7 Jahrhunderten hinweg einige bauliche Ergänzungen und Veränderungen erfahren.
Naturstein
Die am Kirchenschiff ecksichtig verbauten Natursteine waren nach einer gründlichen Reinigung in einem guten Zustand. Es wurden nur einige wenige schadhafte Steine ausgetauscht. Die restliche Arbeit erstreckte sich auf restauratorische Maßnahmen und die notwendige Fugensanierung. Ein Teil der Natursteinfensterbänke war jedoch so stark geschädigt, dass diese ersetzt werden mussten. Am Chor waren die Maßnahmen deutlich umfangreicher.
Sanierung Dachstuhl über Kirchenschiff und Chor
Die notwendigen Maßnahmen im Bereich des Dachstuhls wurden zimmermannsmäßig ausgeführt. Vorher nicht sichtbare Schäden z.B. an den äußeren Mauerlatten wurden in diesem Zusammenhang repariert. Defekte oder fehlende kraftschlüssige Verbindungen wurden nachgearbeitet bzw. ergänzt. Die notwendige Ergänzung, bzw. Teilersatz der Deckenbalken konnte ohne Schäden an der darunterliegenden Decke ausgeführt werden.
Dachdeckung
Die Dachdeckung war auf einem großen Teil der Fläche neuzeitlich. Im Rahmen der Zimmermannsarbeiten wurden First und Traufe aufgedeckt und die schadhaften Tragglieder ausgetauscht. Nach Beendigung der Arbeiten wurde die Dachfläche mit den seitlich gelagerten Bestandsziegeln wieder eingedeckt.
Dachzier
Die Dachzieren über Chor und Kirchenschiff waren in ihrer Grundstruktur so stark vom Rost angegriffen, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Kugeln befanden sich bereits im Zustand der völligen Auflösung. Daher wurden beide Dachzieren abgenommen und komplett als Kopien neu aufgebaut. Allerdings wurde dieses Mal als Material das dauerhaftere Kupfer anstatt Weißblech gewählt. Die Kugeln wurden vergoldet und in die Kugel über dem Westgiebel eine Zeitkapsel eingebracht.


